Unberechenbar: Trump verlängert Ultimatum
- vor 3 Tagen
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US-Präsident Donald Trump ordnete heute an, dass es in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur geben wird. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Zuvor drohte der Präsident dem Golfstaat mit der kompletten Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte dieser nicht innerhalb von 48 Stunden die für die Weltwirtschaft ungeheuer bedeutsame Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Diese Frist wäre in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen.
Jetzt schrieb Trump von "detaillierten und konstruktiven Gesprächen", die in dieser Woche fortgesetzt werden sollten. Die Aussetzung der Angriffe sei vorbehaltlich des weiteren Erfolgs der Verhandlungen.

Vor Journalisten verkündete Trump zudem, man sei sich in insgesamt 15 Punkten einig. Ihm zufolge sind an den Gesprächen sein Schwiegersohn Jared Kushner sowie der US-Gesandte Steve Witkoff beteiligt.
Diese hätten am Sonntag Gespräche mit einem "respektierten" Vertreter Teherans geführt. Wer dieser Vertreter ist, gab Trump nicht bekannt. Er machte jedoch klar, dass die USA nicht mit dem neuen obersten iranischen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei gesprochen hätten. Sollte ein Abkommen erreicht werden, würden die USA das angereicherte Uran aus dem iranischen Atomprogramm sicherstellen.
Iran dementierte jegliche Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. "Die Äußerungen des US-Präsidenten sind Teil der Bemühungen, die Energiepreise zu senken und Zeit für die Umsetzung seiner militärischen Pläne zu gewinnen", hieß es in der staatlichen Zeitung IRAN unter Berufung auf das Außenministerium in Teheran. "Zwar gab es Initiativen von Ländern der Region zur Deeskalation der Spannungen, doch die Antwort des Irans war eindeutig: Er hat den Krieg nicht begonnen, und alle derartigen Forderungen sollten an Washington gerichtet werden."



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